Rechtsanwalt in Kiel

Rechtsanwalt Felsmann Anwalt in Kiel – Arbeitsrecht – Sozialrecht – Strafrecht

Archiv für die '- Tarifrecht' Kategorie

Keine Vergütung von zwangsläufig an Bord eines Schiffes verbrachter Freizeit

Erstellt von RA-Felsmann am 28. Mai 2009

Das Bundesarbeitsgericht – 6 AZR 141/08 – hat entschieden, dass Besatzungsmitglieder eines Schiffes, auf deren Arbeitsverhältnisse der TVöD Anwendung findet, für die nach dem Ende der Dienste bestehende Anwesenheit an Bord des Schiffes nur dann einen tarifvertraglichen Anspruch auf Vergütung haben, wenn die Anwesenheit angeordnet worden ist. Eine konkludente Anordnung der Anwesenheit an Bord folgt für die Besatzung nicht schon aus dem faktischen Zwang, während des Aufenthalts auf See auch außerhalb der regelmäßigen Arbeitszeit an Bord zu bleiben.

Das Bundesarbeitsgericht hat einen Unterschied zwischen dem Verbleiben an Bord und der Bereitschaftszeit eines Arztes gesehen.

Zum vollständigen Artikel »

Tags: - Tarifrecht, Arbeitsrecht, Arbeitszeit, Bereitschaftszeit

Abgelegt unter - Tarifrecht, Arbeitsrecht | Keine Kommentare »

Rauchfreier Arbeitsplatz auch im Casino

Erstellt von RA-Felsmann am 25. Mai 2009

Der Arbeitgeber hat nach § 5 Abs. 1 Satz 2 der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), soweit erforderlich, ein allgemeines oder auf einzelne Bereiche der Arbeitsstätte beschränktes Rauchverbot zu erlassen. Das hat das Bundesarbeitsgericht – 9 AZR 241/08 -entschieden.Nach § 618 Abs. 1 BGB hat der Dienstberechtigte Räume, Vorrichtungen oder Gerätschaften so einzurichten und zu unterhalten und Dienstleistungen so zu regeln, dass der Verpflichtete gegen Gefahr für Leben und Gesundheit so weit geschützt ist, als die Natur der Dienstleistung es gestattet. § 2 Abs. 1 Nr. 8 des Berliner Nichtraucherschutzgesetzes vom 16. November 2007 (NRSG) verbietet das Tabakrauchen in Gaststätten.

Zum vollständigen Artikel »

Tags: - Tarifrecht, Arbeitnehmerschutz, Arbeitsrecht

Abgelegt unter - Tarifrecht, Arbeitsrecht | Keine Kommentare »

Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen nicht tariffähig

Erstellt von RA-Felsmann am 8. April 2009

Das Arbeitsgericht Berlin – 35 BV 17008/08 – hat entschieden, dass dieTarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) wegen fehlender Mächtigkeit nicht tariffähig ist. Zum vollständigen Artikel »

Tags: - Tarifrecht, Arbeitsrecht, Equal-Pay-Gebot, Sozialmächtigkeit

Abgelegt unter - Tarifrecht, Arbeitsrecht | Keine Kommentare »

Keine Diskriminierung bei tariflicher Funktionszulage in der Teilzeitarbeit

Erstellt von RA-Felsmann am 18. März 2009

Das Bundesarbeitsgericht – 10 AZR 338/08 – hat entschieden, dass nach § 4 Abs. 1 Satz 2 des Gesetzes über Teilzeit und befristete Arbeitsverträge (TzBfG) einem teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer Arbeitsentgelt mindestens in dem Umfang zu gewähren ist, der dem Anteil seiner Arbeitszeit an der Arbeitszeit eines vergleichbaren vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers entspricht. Auch die Tarifvertragsparteien müssen bei der Regelung der Vergütung dieses gesetzliche Verbot der Diskriminierung teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer beachten.

Zum vollständigen Artikel »

Tags: - Tarifrecht, Arbeitsrecht, Diskriminierung, Funktionszulage

Abgelegt unter - Tarifrecht, Arbeitsrecht | Keine Kommentare »

Nicht immer Mitbestimmung bei Verschwiegenheitserklärung

Erstellt von RA-Felsmann am 11. März 2009

Das Bundesarbeitsgericht – 1 ABR 87/07 – hat entscheiden, dass das Verlangen des Arbeitgebers nach der Abgabe inhaltlich standardisierter Erklärungen, in denen sich Arbeitnehmer zum Stillschweigen über bestimmte betriebliche Vorgänge verpflichten, nicht in jedem Fall der Mitbestimmung des Betriebsrats nach § 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG unterliegt.

Ein Fall der Mitbestimmung kommt in Betracht, wenn sich die Verschwiegenheitspflicht auf das sog. Ordnungsverhalten der Arbeitnehmer bezieht und nicht schon gesetzlich geregelt ist. Ein sog. Globalantrag des Betriebsrats, mit dem dieser die Mitbestimmungspflichtigkeit jeglichen Verlangens nach der Abgabe inhaltlich gleichlautender Schweigeverpflichtungen festgestellt wissen will, kann keinen Erfolg haben. Er erfasst auch Fälle, in denen sich die Schweigeverpflichtung auf das Arbeitsverhalten der Arbeitnehmer bezieht oder bereits gesetzliche Schweigepflichten – etwa nach § 17 UWG – bestehen.

Der Erste Senat des Bundesarbeitsgericht hat deshalb, wie schon die Vorinstanzen, den Antrag eines Betriebsrats abgewiesen, mit dem dieser die Feststellung begehrte, dass er in sämtlichen Fällen mitzubestimmen habe, in denen der Arbeitgeber von Arbeitnehmern den Abschluss formularmäßiger, standardisierter Verschwiegenheitsvereinbarungen verlangt.
Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 10. März 2009 – 1 ABR 87/07 -
Vorinstanz: Hessisches Landesarbeitsgericht, Beschluss vom 5. Juli 2007 – 5 TaBV 223/06 -

Quelle: Pressemitteilung des Bundesarbeitsgerichts Nr. 25/09

Tags: - Tarifrecht, Arbeitsrecht, Betriebsrat, Mitbestimmung

Abgelegt unter - Tarifrecht, Arbeitsrecht | Keine Kommentare »

Höheres Insolvenzgeld trotz Lohnverzichts

Erstellt von admin am 7. März 2009

Eine tarifliche Lohnverzichtsvereinbarung kann bei drohender Insolvenz des Arbeitgebers mit der Wirkung gekündigt werden, dass die bis dahin durch den Verzicht aufgelaufenen Lohnbestand­teile für die Berechnung des Insolvenzgeldes von Bedeutung sein können. Das gilt aber nur insoweit, als die Lohnbestandteile im Insolvenzgeld-Zeitraum erarbeitet sind und deshalb Arbeitsentgelt “für” die der Insolvenz vorausgehenden drei Monate des Arbeitsverhältnisses darstellen. Zum vollständigen Artikel »

Tags: - Tarifrecht, Arbeitsrecht, Insolvenzgeld, Lohn, Sozialrecht

Abgelegt unter - Tarifrecht, Arbeitsrecht, Sozialrecht | Keine Kommentare »