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	<title>Rechtsanwalt in Kiel &#187; doppelte Schriftformklausel</title>
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	<description>Rechtsanwalt Felsmann Anwalt in Kiel - Arbeitsrecht - Sozialrecht - Strafrecht</description>
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		<title>BAG: Doppelte Schriftformklauseln im Arbeitsvertrag sind unwirksam</title>
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		<pubDate>Wed, 21 May 2008 16:29:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RA-Felsmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Benachteiligungsverbot]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebliche Übung]]></category>
		<category><![CDATA[doppelte Schriftformklausel]]></category>
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		<category><![CDATA[Treu und Glauben]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundesarbeitsgericht &#8211; 9 AZR 382/07 &#8211; hat ein Urteil des LAG D&#252;sseldorf best&#228;tigt und entschieden, dass vom Arbeitgeber vorformulierte Arbeitsvertragsklauseln gem. § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB unwirksam sind, wenn sie den Arbeitnehmer entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen benachteiligen. Nach § 305b BGB haben individuelle Vertragsabreden vor Allgemeinen Gesch&#228;ftsbedingungen Vorrang. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesarbeitsgericht &#8211; 9 AZR 382/07 &#8211; hat ein Urteil des LAG D&#252;sseldorf best&#228;tigt und entschieden, dass vom Arbeitgeber vorformulierte Arbeitsvertragsklauseln gem. § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB unwirksam sind, wenn sie den Arbeitnehmer entgegen den Geboten von <a href="http://www.anwalt-kiel.com/tag/treu-und-glauben/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Treu und Glauben">Treu und Glauben</a> unangemessen benachteiligen. Nach § 305b BGB haben individuelle Vertragsabreden vor Allgemeinen Gesch&#228;ftsbedingungen Vorrang.</p>
<p><span id="more-208"></span></p>
<p>Der Kl&#228;ger war von Mai 2002 bis zum 31. M&#228;rz 2006 f&#252;r die Beklagte als B&#252;roleiter in China mit dortigem Wohnsitz besch&#228;ftigt. <strong>Die Beklagte erstattete ihm und den anderen dort t&#228;tigen Mitarbeitern die Kosten f&#252;r die Miete. Ab August 2005 verweigerte sie gegen&#252;ber dem mittlerweile gek&#252;ndigten Kl&#228;ger die Fortsetzung dieser &#220;bung unter Berufung auf die im <a href="http://www.anwalt-kiel.com/tag/arbeitsvertrag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Arbeitsvertrag">Arbeitsvertrag</a> enthaltene Schriftformklausel.</strong> Nach dem Formulararbeitsvertrag bed&#252;rfen &#196;nderungen und Erg&#228;nzungen des Vertrags sowie der Verzicht auf das Schriftformerfordernis der <a href="http://www.anwalt-kiel.com/tag/schriftform/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Schriftform">Schriftform</a>.Der Neunte Senat hat ebenso wie das Landesarbeitsgericht der Klage stattgegeben. <strong>Der Erstattungsanspruch des Kl&#228;gers folgt aus betrieblicher &#220;bung. Die Schriftformklausel ist zu weit gefasst und daher</strong> gem. § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB <strong>unwirksam</strong>. Sie erweckt beim Arbeitnehmer entgegen der Schutzvorschrift des § 305b BGB den Eindruck, auch eine m&#252;ndliche individuelle Vertragsabrede sei wegen Nichteinhaltung der Schriftform gem. § 125 Satz 2 BGB unwirksam.</p>
<p>Im Urteil des Landesarbeitsgerichts hei&#223;t es dazu:</p>
<blockquote><p>Schriftformklauseln benachteiligen den Vertragspartner des Verwenders von AGB entgegen den Geboten von Treu und Glauben gem. § 307 Abs. 1 S. 1 BGB unangemessen, wenn nach ihnen auch nach dem Vertragsschluss getroffene m&#252;ndliche Abmachungen mit umfassend zur Vertretung des Verwenders der AGB berechtigten Personen ohne schriftliche Best&#228;tigung keine G&#252;ltigkeit haben (im Anschluss an BGH NJW 1986, S. 1809 und BGH NJW 1983, S. 1853 zu § 9 AGBG). 2. Ist eine Schriftformklausel nach § 307 Abs. 1 S. 1 BGB unwirksam, kann sie wegen des Verbots der geltungserhaltenden Reduktion (§ 306 Abs. 2 BGB) nicht mit dem Inhalt aufrechterhalten werden, dass sie Anspr&#252;che, die aufgrund einer betrieblichen &#220;bung entstanden sind, ausschlie&#223;t, sofern die betriebliche &#220;bung nicht schriftlich festgelegt wurde (im Anschluss an BAG AP Nr. 3 zu § 309 BGB).</p></blockquote>
<p>Nach Pressemitteilung Nr. 39/08 des Bundesarbeitsgerichts zum Urteil vom 20. Mai 2008 &#8211; 9 AZR 382/07 -<br />
Vorinstanz: Landesarbeitsgericht D&#252;sseldorf, Urteil vom 13. April 2007 &#8211; 9 Sa 143/07 -</p>
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