Hartz IV Mindestsicherung ist nicht zu hoch


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Chemnitzer Forscher haben in einer Studie Daten erhoben und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Regelsätze für Hilfebedürftige im Rahmen des Arbeitslosengeldes II eigentlich zu hoch bemessen seien. Als Vergleichsgruppe wurden allerdings auch nur gesunde allein lebende Männer zwischen 18 und 65 Jahren ausgewählt.

Die Studie hat zu Recht hohe Wellen geschlagen. Dies belegen auch die Reaktionen auf der Seite des Sozialtickers.

Die Chemnitzer Forscher schlagen damit in eine ähnliche Kerbe wie der Berliner Finanzsenator mit seinem Speiseplan für Hartz IV Empfänger.

Beiden Vorschlägen ist meines Erachtens die Praxisferne direkt anzusehen. Menschen die so etwa verbreiten und vorschlagen haben in Zweifel noch nie auch nur am Rande des Existensminimums gelebt. Nach dieser Studie rechen für Kommunikation 2 Euro pro Monat, für Freizeit Kultur und ähnliches sei sogar nur 1 Euro je Monat ausrechend.

Selbst Bundeskanzlerin Merkel geht nach einer Veröffentlichung bei Reuters davon aus, dass die Regelsätze nicht zu hoch bemessen sind.

Wir dürfen gespannt sein wie das vom Landessozialgericht Hessen beauftragte Gutachten zu den Regelsätzen ausfällt.

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Ein Gedanke zu “Hartz IV Mindestsicherung ist nicht zu hoch”

  1. Professoren werden doch nicht bezahlt sondern alimentiert, bekommen also „Leistungen zur Sicherstellung des Lebensbedarfs einer Person“ (Wikipedia). Sollte man nicht mal bei den Forschern nachsehen, wieviel Geld sie wirklich für ihren Lebensbedarf brauchen? Seinen wir mal nicht so engstirnig und gehen von jeder Woche ‚Bier aus, dazu einmal pro Monat in’s Kino. Wenn man dann noch Gutscheine für die Mensa (Frühstück, Mittag, Abendessen, mittlere Preisklasse)ausgibt, dann lassen sich doch viele, viele Kosten sparen.
    Mehr als 2 Euro an Kommunikationskosten pro Monat sind ja auch unnötig, die sollen sich ja nicht alle paar Tage irgendwo bewerben …
    Ich bin sicher, so ’n Profen kann man für locker unter 500 Euro/Monat problemlos alimentieren. Schließlich soll der ja nicht zu abgelenkt werden von seiner wertvollen Arbeit … zu viel Geld bringt den nur auf die falschen Gedanken.

    Roland

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